PROJEKTINFORMATIONEN


Kurzbeschrieb

Das Projekt «Kulturagent.innen für kreative Schulen» will bei Kindern und Jugendlichen Interesse an den Künsten wecken und die selbstverständliche Teilhabe an Kultur fördern. Gleichzeitig eröffnet es den Schulen die Chance, von den Künsten zu lernen und umgekehrt. Die Chance liegt darin, die eigene Institutionskultur in der Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Projektträger

«Kulturagent.innen für kreative Schulen» ist initiiert und gefördert von der Stiftung Mercator Schweiz in Zusammenarbeit mit den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Bern, Freiburg, St. Gallen, Thurgau, Wallis und Zürich. Für die Umsetzung des Projekts wurde der gesamtschweizerische Verband «Kulturvermittlung Schweiz» mandatiert.

Projektfahrplan

Die Durchführung in den ersten Schulen startet im Sommer 2018, weitere Kantone und Schulen folgen im Sommer 2019. Das Projekt dauert jeweils vier Jahre. Insgesamt werden zwischen 7 und 10 Kulturagent.innen an maximal 24 Schulen arbeiten.

Partner- und Modellprojekte

Die Realisierung des Projekts in der Schweiz stützt sich auf die Erfahrungen aus dem „Programm Kulturagenten – für kreative Schulen“, das seit 2011 in Deutschland von der Kulturstiftung des Bundes und der deutschen Stiftung Mercator durchgeführt wird. Das Programm hat in fünf Bundesländern mit 46 Kulturagent.innen an 138 Schulen gewirkt. Aktuell läuft es in einer zweiten Phase von 2015-2019. Das Deutsche Programm orientiert sich konzeptuell am englischen Programm „Creative Partnerships“ (2002-2011).

Projektbausteine

Das Projekt „Kulturagent.innen für kreative Schulen“ basiert auf fünf Projektbausteinen. Alle vier Projektbausteine – die „Kulturagent.innen“, die „Reflexion und Wissensproduktion“, der „Kulturfahrplan“ sowie das „Kunstgeld – bedingen sich gegenseitig und sind charakteristisch für das Projekt.

Die Kulturagent.innen

Kulturagent.innen sind der Dreh- und Angelpunkt des Projektes. Sie kennen sich mit Kultur aus, sind oft selbst künstlerisch tätig und in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erfahren. Sie arbeiten in der Schule und haben dort einen festen Platz. Sie organisieren zum Beispiel Kunstprojekte mit Schüler.innen und Kulturschaffenden, Partnerschaften mit regionalen Kulturinstitutionen oder Weiterbildungen für Lehrpersonen. Dabei liegt ihnen die langfristige kulturelle Schulentwicklung besonders am Herzen. Sie schöpfen aus der zeitgenössischen, professionellen Kunst und Kultur – von Film über Theater, Skulptur und Malereibis zu Performance und Musik. Kulturagent.innen arbeiten mit 55 Stellenprozenten an jeweils zwei Schulen.

Reflexion und Wissensproduktion

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Kulturagent.innen ist die Wissensproduktion und die kontinuierliche Reflexion über ihr Tun. Dabei werden sie von der Geschäftsstelle inhaltlich begleitet und beraten. Dieser Projektbaustein leistet mit seinen Veröffentlichungen einen wichtigen Beitrag zur inhaltlichen Bearbeitung des Themenfelds und kommt dem Fachbereich der Kulturvermittlung langfristig direkt zu Gute.

Der Kulturfahrplan

Jede Schule erstellt im ersten Projektjahr ihren eigenen Kulturfahrplan und legt darin ihre Ziele für die kulturelle Schulentwicklung fest. Bereits vorhandene Ressourcen werden genutzt, etwa bestehende Kulturangebote oder Kompetenzen von regionalen Kunstschaffenden und Lehrpersonen mit einem besonderen Interesse am Projekt oder an den Künsten.

Die/der Kulturbeauftragte

Jede Schule benennt eine Lehrperson als Kulturbeauftragte. Sie verbindet den/die Kulturagent.in mit der Schule und vertritt das Projekt im Schulhaus und im Lehrerkollegium.

Das Kunstgeld

«Kunstgeld»heissen die finanziellen Mittel, die für das Projekt «Kulturagent.innen für kreative Schulen» reserviert sind. Das Kunstgeld wird dafür verwendet, die von den Kulturagent*innen initiierten Projekte zu realisieren. Das Kunstgeld ist begrenzt: Falls nötig, werden von den Kulturagent.innen zusätzliche Ressourcen gefunden.

Weiterführende Informationen

Wertvolle Informationen rund um das Konzept „Kulturagent.innen“ liefern die gut dokumentierten Erfahrungen aus dem Deutschen Modellprogramm „Kulturagenten – für kreative Schulen„, welches von 2011 bis 2015 in Deutschland durchgeführt wurde. Aktuelle Informationen über das in der Schweiz durchgeführte Projekt werden regelmässig über die Kommunikationskanäle von“Kulturagent.innen für kreative Schulen“ veröffentlicht.

Website des Deutschen Programms «Kulturagenten – für kreative Schulen»

Die Publikation zur ersten Phase des Kulturagenten-Programms in Deutschland beinhaltet zahlreiche weiterführende Informationen zum Projekt, wie beispielsweise über das Profil Kulturagent.in, zum Kulturfahrplan oder zu den Kulturbeauftragten.

Ebenfalls auf dieser Websitefinden sich jeweils unter den fünf beteiligten Bundesländern eine Auflistung aller durchgeführten Projekte. Hier ein paar Beispiele: Jahresthema „Eine Frage der Perspektive“ // Sprache durch Radio, Graffiti und antike Musik // MY SPACE – Architektur als Handlungsraum // Ein Theatertag fürs Schulpersonal

→ Das Projekt in der Schweiz baut auf den dokumentierten Erfahrungen auf. Es wird aber den Schweizer Rahmenbedingungen angepasst und weiterentwickelt.

Webseite und Newsletter «Kulturagent.innen für kreative Schulen»

Aktuelle Informationen zum Projektstand «Kulturagent.innen für kreative Schulen» finden sich auf unserer Webseite unter der Rubrik «Aktuell» sowie im Projektnewsletter, zu dem Sie sich hier anmelden können